Bodenschätze - alte Gemüsesorten

Bodenschätze - alte Gemüsesorten

Neu entdeckt

Alte Gemüsesorten wie Pastinaken, Mangold und Topinambur können wir mittlerweile sogar wieder beim Discounter kaufen – aber schon mal was gehört von Erdkastanien, Mairübchen oder Bamberger Hörnchen? Das sind ebenfalls alte Gemüse- und Kartoffelsorten, die gerade wieder neu entdeckt werden und die für noch mehr Vielfalt auf unseren Tellern sorgen.

Alte Gemüsesorten sorgen aber nicht nur für mehr Abwechslung, sie sind in der Regel auch sehr viel geschmacksintensiver als ihre jüngeren Verwandten – und daher wahre Schätze. Denn anders als die gegenwärtigen, oft auf Ertragsmenge ausgelegten Züchtungen, werden die alten Sorten nur in überschaubaren Mengen angebaut, was sie zu wirklichen Bodenschätzen macht. Ein weiteres Plus der alten Sorten: Sie sind robuster gegen Witterungseinflüsse, Schädlinge und Krankheiten und oft auch nährstoffreicher. Deshalb sollte wir sie unbedingt erhalten. Es gibt sogar einige Organisationen, die sich der Rettung dieser Bodenschätze verschrieben haben und Saatgut-Archive pflegen. Einiges an Kulturgut würde sonst unwiederbringlich verloren gehen...

Bunte Kartoffeln, bunte Kartoffelsorten, happyfood.de

Alte Sorten: bunte Kartoffelvielfalt statt Einheitsgelb

Alte Sorten gibt es zum Beispiel bei Kartoffeln. Wenn du deine Kartoffeln bislang nur nach dem Kriterium mehlig- oder festkochend gekauft hast, solltest du bei deiner Auswahl unbedingt einige weitere Attribute berücksichtigen, etwa Form, Farbe und Geschmack. Nehmen wir zum Beispiel mal das „Bamberger Hörnchen“. Diese Kartoffelsorte wird nur noch vereinzelt angebaut, weil ihr Anbau unter konventionellen Bedingungen unwirtschaftlich ist. Solltest du sie aberauf dem Wochenmarkt entdecken, greif zu! Die Knollen sind dünn, etwa fingerlang und leicht gekrümmt. Ihre feste Konsistenz und ihr leicht nussiger Geschmack machen sie zur perfekten Pellkartoffel. Und Kartoffelsalat wird damit zu einem wirklichen kulinarischen Erlebnis. Damit ähnelt das Bamberger Hörnchen der „La Ratte“, einer alten Kartoffelsorte, die vorwiegend in Frankreich angebaut wird.

Richtig bunt wird’s, wenn du zur „Roten Emma“ oder dem „Blauen Schweden“ greifst. Ja, du hast richtig gehört, es gibt wirklich rote und blaue, ja sogar violette Kartoffeln. Wie wäre es, wenn du den nächsten Kartoffelsalat mal dreifarbig gestaltest? Oder ein Kartoffelgratin? Oder bunte Pommes... Oder bunte Chips... Da staunen bestimmt alle...

Bunte Kartoffelchips, happyfood.de

Von gelben Rüben und violetten Drachen

Und damit nicht genug. Auch Karotten sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Die uns heute bekannte orange Möhre war früher eher die Ausnahme.

In Deutschland herrschten lange Zeit gelbe Sorten vor. Deshalb heißen sie oft auch noch gelbe Rüben, obwohl längst orangefarbene Möhren gemeint sind. Darüber hinaus gibt es alte und seltene Karottensorten in weiß, rot und violett. Violette Möhren sind entweder komplett durchgefärbt oder haben einen orangefarbenen Kern. Letztere heißt übrigens Purple Dragon, hat einen feinen, süß-aromatischen Geschmack und wächst sehr rasch. Bereite doch mal bunte Möhrenpasta mit alten Karottensorten zu, da genießt auch dein Auge doppelt.

Bunte Karotten zubereitet auf einem Teller, happyfood.de

Nicht immer nur rot sehen

Hat die Rote Beete in den letzten Jahren ein erfolgreiches Comeback gefeiert, ist die Gelbe Beete so gut wie unbekannt. Ganz zu unrecht, wie wir finden, denn die leuchtend gelben Knollen schmecken angenehm fruchtig und sind etwas milder und süßer als ihre roten Verwandten. Und – wer hätte das gedacht – es gibt auch weiße und weiß-rote Beete...

Ein bisschen spät dran sind wir jetzt im September für die Mairübe. Zwar kann man sie auch im Herbst noch kaufen, ihre Saison ist aber – wie der Name schon sagt – im Mai und Juni. Also notieren wir uns für kommenden Mai, die Augen nach Mairüben aufzuhalten und uns von ihrem Geschmack betören zu lassen, der an Rettich oder Radieschen erinnert, aber milder ist.

Eine schier unüberschaubare Sortenvielfalt gibt es von Tomaten, angefangen bei der Farbe über die Form bis hin zur Größe. Diesen „Paradiesäpfeln“ widmen wir daher eine gesonderte Story. Schließlich ist es schon spannend genug, dass Kolumbus sie von seiner zweiten Amerika-Reise mit nach Europa brachte. Und dass sie dann zur Erfolgsgeschichte der Pizza beitrug. Es lohnt sich also, gesondert darüber zu berichten.

Rezept

Süßkartoffelpommes mit veganem Dip

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Gesamt: 55 min
Rezept

Veganes Kartoffelgratin

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Gesamt: 90 min
Rezept

Vegane Kartoffelrösti

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Gesamt: 40 min
Rezept

Möhrenpasta

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Gesamt: 25 min
Story

Pizza

Ein Leben ohne Pizza? Zwar vorstellbar, aber doch ziemlich sinnlos, findest du nicht auch? Der italienische Klassiker ...

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