Die Feige

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Der neue Gartenbaum?!

Feigen sind kaum mehr von unseren Esstischen wegzudenken. Bis sie darauf landen, haben sie allerdings eine mehr oder weniger lange Reise hinter sich. Doch vielleicht ändert sich das gerade....

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Seit mehr als 5000 Jahren werden Sorten der Echten Feige (Ficus carica L.) als Nahrungs- und Nutzpflanze angebaut. Vermutlich stammt Ficus carica aus der im Altertum mit Caria bezeichneten Region, die in Kleinasien zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer gelegen war, der heutigen Türkei. Bis heute ist die Türkei neben Italien, Griechenland, Spanien, Marokko, Portugal, Algerien, Australien und Südafrika ein wichtiges Produktionsland.

 

Die Echte Feige, Ficus carica, gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) und ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Feigen (Ficus). Die Echte Feige ist damit eine Verwandte des bei uns ziemlich bekannten Ficus benjamini (Birkenfeige) oder auch des Ficus elastica, dem Gummibaum. Beides steht in vielen Wohnzimmern oder Büros. Auch die Echte Feige eignet sich für ein Leben in Topfkultur auf dem Balkon oder im Wintergarten. Aber eben nicht mehr nur!

Ein Hauch von Mittelmeer, von mildem Klima umgibt die Feigen. Als Gewächs der Tropen und Subtropen will es der Feigenbaum nun einmal warm, will keine Spätfröste im Frühjahr und auch keine frühen Fröste im Herbst oder kalte Winter unter minus 10 bis 15 Grad. Jährliche Sonnenscheinstunden weit jenseits der 1500 braucht es auch. Sonst geizt die Pflanze mit ihren Früchten. So war es jedenfalls in der Vergangenheit.

Mit dem Klimawandel hat sich die klimatische Grenze für die Feige ganz offensichtlich verschoben. In vorderpfälzischen Weindörfern ist ihr Anblick ohnehin längst vertraut. Inzwischen reift die Köstlichkeit auch in den Gärten der Nord- und Westpfalz heran. Die Auswirkungen des Klimawandels sind das aber nicht alleine. Der Markt hält Sorten mit einer besseren Winterhärte bereit, sodass Feigen nun auch an Standorten gedeihen, die bislang undenkbar waren.

Der Standort: Viel Sonne ist wichtig

Die Pfalz gilt als die Region in Deutschland mit den meisten Feigenbäumen. In Deidesheim beispielsweise, einer der größten Weinbaugemeinden im Weinbaugebiet Pfalz, gehören die knorrigen Bäume zum Gesamtbild einfach dazu. In den Weindörfern sieht man die groß gewachsenen Feigenbäume direkt am Straßenrand, eng an die Häuser geschmiegt stehen. Kein schlechter Platz. Einmal stehen die Bäume so doch ein wenig geschützt vor der Witterung, zum anderen sorgen sie mit ihren tief und breit vernetzt ins Erdreich vordringenden Wurzeln für eine trockene Hauswand - und schön anzusehen ist es obendrein.

Feigen gelten selbst unter veränderten klimatischen Bedingungen noch immer als eher frostempfindliche Gehölze. Bei der Standortfrage im eigenen Garten sollten eine maximale Sonnenausbeute im Sommer und so wenig Winterkälte wie möglich gewährleistet sein. Was den Boden angeht, ist die Pflanze nicht wählerisch, mag aber keine Staunässe. Wer einen lehmigen Boden im Garten hat, der sollte mit einer Drainage aus Kies und Sand im Pflanzloch für den Abfluss überschüssigen Wassers sorgen.

Die Wildform der Echten Feige kann locker bis auf zehn Meter hochwachsen und ihre leckeren Früchte hochhängen. Auch die angebotenen kultivierten Sorten haben Wachstumspotential. Wer nichts von Schnittmaßnahmen und Erziehung hält, sollte deshalb von Anfang an einen entsprechenden Abstand zu Nachbargehölzen einplanen.  Pflanzzeit ist im Herbst und im Frühjahr, wobei eine bessere Verwurzelung vor dem ersten Winter für das Frühjahr spricht.

Junge Pflanzen brauchen in den ersten Wintern auf jeden Fall Frostschutz. Die laubfreien Triebe vorsichtig zusammenbinden, herunterbiegen und mit Erde bedecken. Das ist eine Variante. Sie mit Fichtenreisig, Laub, Stroh oder Jutesäcken abdecken, funktioniert auch. Das bietet sich vor allem bei größeren Pflanzen an. Kübelpflanzen kommen möglichst spät nach dem Abwerfen der Blätter ins Winterquartier. Optimal sind dunkle, trockene und kühle Bedingungen (+ 2°C bis + 5°C).

Auswahl der Sorte will gut überlegt sein

Die Feigenbaumsorten unterscheiden sich in Blattform, Wuchsstärke, Frostverträglichkeit sowie in Farbe und Geschmack der Früchte, außerdem gibt es männliche und weibliche Bäume. Die Früchte der männlichen Bäume sind nicht genießbar. Bei den weiblichen Sorten gibt es bedeutsame Unterschiede in der Befruchtung. Es gibt Sorten, bei denen ohne Fremdbestäubung und Befruchtung die Früchte abfallen ohne zu reifen. Die Bestäubung erfolgt über eine Symbiose der Feigengallwespe mit einer männlichen Feige. Das funktioniert in der Pfalz aber nicht, die Gallwespe kommt hier nicht vor und männliche Feigen eher auch nicht. Deshalb bleibt für den Hausgarten nur der Griff zu einer der zahlreichen Sorten, die Früchte auch ohne Fremdbestäubung bilden und selbstfruchtend sind.

Vorsicht bei Latexallergie

Der Feigenbaum besitzt wie alle Ficus-Arten verzweigte Milchsaftzellen. Der Milchsaft enthält Latexpartikel, die bei empfindlicher Haut oder einer Latexallergie zu Hautentzündungen führen kann. Die weiße Milch tritt nach Verletzungen durch Schnittmaßnahmen aus oder auch bei der Fruchternte. Die Frucht der Feige scheidet stark das Reifegas Ethylen aus und kann deshalb - wie etwa Äpfel oder auch Birnen -, die Haltbarkeit von anderen Obst- und Gemüsearten beeinträchtigen.

Feigen: geschichtsträchtige Früchte

Feigen sind paradiesische Früchte. Müssen sie sein, wieso sonst hätten sich Adam und Eva ihre Blöße mit Feigenblättern bedecken können. Und biblisch sind sie gleichwohl. Der Feigenbaum ist die erste namentlich erwähnte Pflanze in der Bibel und findet bis ans Ende der Bibel bald 50 Mal Erwähnung. So heißt es etwa in einer Gerichtsdrohung des Propheten Jesaja (28,4): „…..ergeht es wie dessen Frühfeige vor der Obsternte: Kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie.“

Es ranken sich einige Legenden um die Feige, so auch, der Feigenbaum sei aus Jupiters Blitz erstanden. Im Mittelmeerraum spielte die Feige im Altertum eine wichtige Rolle in der Ernährung. Im alten Rom schenkte man sich zum Jahresanfang Feigen, verbunden mit dem Wunsch, dass ein Jahr ohne Traurigkeit folgen möge. Es waren wahrscheinlich die Römer, die um das Jahr 1000 die ersten Feigen in der Pfalz anbauten.

Hieronymus Bock weist in seinem im Jahre 1539 erschienen Kräuterbuch, darauf hin, dass es „zahme und wilde, weiße und schwarze, große und kleine Feigen gibt, dass man irgendwann derselben auch an etlichen warmen Orten des teutschen Landes findet‘. Von Bock sowie auch von dem in Bad Bergzabern geborenen Arzt und Botaniker Jacobus Theodorus (Tabernaemontanus), kommt das Rezept zum Schwarzfärben der Haare mit gekochten Feigenblättern zusammen mit schwarzem Maulbeerbaum- und Rebenlaub.

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