Einmachen und Einkochen

Einmachen und Einkochen

So lässt sich der Sommer konservieren

Einmachen und Einkochen – macht das heute überhaupt noch jemand? Ein klares „Ja“ – und es wird gerade in jüngster Zeit sogar wieder beliebter. Das Konservierte kommt dann im Winter auf den Tisch – und der Sommer lässt grüßen. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Einmachen und Einkochen? Das ist ebenso schnell erklärt wie Marmelade gekocht...

Das Prinzip beim Einmachen und Einkochen ist immer mehr oder weniger das gleiche: Lebensmittel – in der Regel Obst und Gemüse - werden durch Erhitzen und hermetisches Abdichten konserviert. So lässt sich das reiche Obst- und Gemüseangebot des Sommers für die kalte Jahreszeit haltbar machen. Welches Obst und Gemüse wann Saison hat, erfährst du in unserem Saisonkalender für Obst bzw. dem Saisonkalender für Gemüse.

Ein weiterer Vorteil des Einmachens liegt ebenfalls ganz klar auf der Hand: Wenn du Obst und Gemüse selbst einmachst, kannst du auch selbst entscheiden, welche Zutaten du verwendest. Damit sind deiner Fantasie beim Einmachen überhaupt keine Grenzen gesetzt, was die Kombination der Zutaten angeht – und „Clean Eating“ lässt auch schön grüßen... Aber wo war nochmal der Unterschied zwischen Einmachen und Einkochen?

Einmachen - einfach machen

Beim Einmachen werden Lebensmittel zunächst gekocht, bevor sie in sterile, luftdichte Gläser gefüllt und mit einem Schraubdeckel verschlossen werden. Marmelade, Konfitüre, Gelee und Kompott, aber auch würzige Chutneys werden so hergestellt. Wer’s sortenrein mag, verwendet einfach nur eine einzige Obstsorte, kocht das kleingeschnittene Obst zusammen mit Gelierzucker auf und füllt es dann ab. Aber auch Kombinationen sind sehr beliebt, allen voran Erdbeeren mit Rhabarber. Gut zusammen passen auch Birne und Pflaume oder Aprikosen mit Karotten - und dir fallen bestimmt noch mehr köstliche Kompositionen ein.

Vanille, Zimt & Co. - Gewürze für besondere Aromen

Natürlich kannst du deine Konfitüren und Gelees auch mit Gewürzen und Kräutern verfeinern. Ganz köstlich sind zum Beispiel

  • Erdbeeren mit Vanille
  • Pflaumen mit Zimt
  • Pfirsich mit Minze
  • Aprikosen mit Lavendel
  • Äpfel mit Rosmarin
  • und, und, und...

Du siehst: Nur deine Geschmacksnerven setzen deiner Fantasie Grenzen.

Ein bisschen aufwendiger als Konfitüre ist die Zubereitung von Gelee, weil du dafür das Obst in der Regel erst entsaften musst. Aber auch das lohnt sich! Oder du setzt Blütenwasser an, lässt es ein bis zwei Tage ziehen und kochst daraus dann ein köstliches Gelee. Das funktioniert zum Beispiel super mit Holunderblüten oder Rosenblüten. Du willst das probieren? Dann achte beim Sammeln der Blüten aber darauf, dass die Pflanzen nicht in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen stehen und möglichst nicht gespritzt sind.

Einkochen – auf oder im Ofen

Beim Einkochen wird das, was du haltbar machen möchtest, zunächst in sterile Gläser gefüllt und verschlossen. Dazu kannst du Gläser mit Twist-Off-Deckel verwenden, solche mit Drahtbügelverschluss oder die klassischen Einmachgläser mit Gummiringen. Die gefüllten Gläser erhitzt du dann in einem kochenden Wasserbad. Das kannst du in einem Topf auf der Herdplatte machen oder im Backofen: Fülle dazu du eine Fettpfanne mit Wasser, stelle die Gläser mit Abstand zueinander darauf und schiebe sie auf die unterste Schiene des Backofens. Wie lange das Einkochen dauert, hängt davon ab, was du im Glas hast: Zucchini brauchen nur etwa zehn Minuten, Kirschen etwas mehr als eine halbe Stunde. Richte dich einfach nach den Angaben im Rezept. Beim Auskühlen bildet sich dann im Glas mit Deckel und Gummiring ein Vakuum, das dein eingekochtes Obst oder Gemüse konserviert.

 

 

„Saure-Gurken-Zeit“

Neben diesen „süßen“ Rezepten kannst du natürlich auch Herzhaftes einmachen. Saure Gurken sind der Klassiker, aber auch andere Gemüsesorten wie Zwiebeln, Kürbis, Paprika, Bohnen oder Rote Beete eignen sich hervorragend. Dazu wird das Gemüse zunächst schonend in einem Essigsud gegart und in saubere Gläser gefüllt. Der Sud wird dann nochmal aufgekocht, über das Gemüse gegossen und die Gläser verschlossen. Den Essigssud kannst du ganz nach deinem Geschmack würzen, zum Beispiel mit Knoblauch, Peperoni, Fenchel, Lorbeerblättern oder Koriandersamen – ganz nach deinem Gusto. Nahezu unverzichtbar sind Senfkörner.

Hausgemachtes im Herbst: Apfelkompott

Jetzt im Herbst warten Äpfel und Birnen darauf eingemacht oder eingekocht zu werden. Nur zu, beide Obstsorten lassen sich hervorragend konservieren – auf viele verschiedene Arten. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem leckeren Apfelkompott? Dazu werden

  • Äpfel geschält
  • das Gehäuse entfernt und klein geschnitten
  • mit Wasser oder Apfelsaft und
  • Zucker nach Geschmack einige Minuten aufgekocht
  • anschließend in Schraubdeckelgläser gefüllt und verschlossen

Bei einem Kilo Äpfel brauchst du etwa 250 ml Wasser oder Apfelsaft und rund 50 g Zucker – die Zuckermenge kommt ein bisschen darauf an, ob es süßliche oder eher säuerliche Äpfel sind. Wer mag, verfeinert das Kompott mit Vanille oder mit Zimt. Das Rezept lässt sich auch für Birnenkompott abwandeln. Einfacher kann Einmachen nun wirklich nicht sein, oder?

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