Halloween und Allerheiligen

Halloween und Allerheiligen

Von Kerzen und Kürbissen

Am 31. Oktober feiern wir auch hierzulande mehr oder weniger ausschweifend Halloween, und am darauffolgenden 1. November wird Allerheiligen gefeiert. Anders als Halloween ist Allerheiligen aber kaum noch in den Köpfen verankert, viele wissen gar nicht mehr, was es mit diesem Gedenktag auf sich hat. Warum wird er überhaupt gefeiert und wieso sind ab Ende Oktober die Gräber auf den Friedhöfen besonders geschmückt und mit Kerzen erleuchtet?

Allerheiligen ist ein Hochfest der christlichen Kirche – neben Weihnachten, Ostern und Pfingsten ein wichtiger Höhepunkt im Kirchenjahr. An diesem Tag wird „aller Heiligen“ gedacht. Da unsere 365 Tage im Kalenderjahr nicht für die weit über 6.000 Kirchenheiligen ausreichen, brauchte es eine Art Sammelgedenktag. Im Jahr 731 legte Papst Gregor III. den Feiertag auf den 1. November. Ab dem 8. und 9. Jahrhundert wurde das Fest Allerheiligen dann überall im christlichen Abendland gefeiert. Bis heute ist Allerheiligen ein gesetzlich verankerter Feiertag, vor allem in katholisch geprägten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Kerzen spielen an Allerheiligen eine zentrale Rolle. Nach der christlichen Tradition gedenken die Gläubigen damit der Heiligen und ihrer Taten. Ihr Leben und ihr Wirken sollen Vorbild für alle Christen sein und ihnen Hoffnung geben. Zu diesem Anlass werden die Friedhofsgräber mit Gestecken und Blumen, meist Astern und Chrysanthemen, geschmückt und Kerzen angezündet: das Symbol für das "Ewige Licht", das den Verstorbenen leuchten soll. Denn natürlich gedenkt man an Allerheiligen auch der eigenen verstorbenen Angehörigen. Eigentlich jedoch ist für sie der anschließende Feiertag am 2. November, Allerseelen, reserviert. Allerseelen gilt als der "kleine Bruder" von Allerheiligen und ist kein gesetzlicher Feiertag mehr.

Das Brauchtum rund um Allerheiligen und Allerseelen hinterlässt auch in unserem heutigen Alltag seine Spuren:

  • Allerheiligen ein stiller Feiertag. Das heißt, am 1. November dürfen keine Tanzveranstaltungen stattfinden, laute Musik ist verboten.
  • Die "Seele", ein längliches, mit Kümmel und Salz bestreutes Hefegebäck, geht auf den Allerseelentag zurück. Früher wurde es nur an diesem Tag gebacken und gegessen. Laut Volksglauben kehren die Seelen der Verstorbenen in dieser Zeit in ihre Heimat zurück. Deswegen stellte man für sie eine Wegzehrung bereit.

„Heilige sind keine perfekten Modelle, sondern einfach Menschen, die das Licht Gottes in ihr Herz aufgenommen und es an die Welt weitergegeben haben.“ Papst Franziskus an Allerheiligen 2017

Halloween

Der einst aus Irland in die USA exportierte und von dort wieder nach Europa zurückgekehrte Halloween-Brauch, der am Vorabend der Heiligen („hallows“), also am 31. Oktober, begangen wird, hat mit dem kirchlichen Feiertag Allerheiligen wenig gemeinsam. Halloween gilt traditionell als finstere Nacht des Unheils. Das ursprüngliche Fest, auf das der Halloween-Brauch zurückgehen soll, ist das keltische Samhain. Es wurde seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. gefeiert, und zwar am 31. Oktober, dem keltischen Neujahrstag. Als sich der christliche Glaube ausbreitete, wandelte sich das Fest in All Hallows’ Eve, den Tag vor Allerheiligen. Irische Einwanderer brachten den Halloween-Brauch in den 1840er Jahren in die USA, wo dieser seitdem mit viel Brimborium gefeiert wird.

Das bekannte „Trick or Treat", dem Betteln um Süßigkeiten, ist christlichen Ursprungs: Am 2. November, dem Allerseelen-Tag, gingen die europäischen Christen im 9. Jahrhundert von Dorf zu Dorf, um „Seelenkuchen" zu erbitten, ein quadratisches Brot. Je mehr Brot die Bittenden erhielten, desto inbrünstiger beteten sie für die verstorbenen Angehörigen der Spender.

Día de los Muertos

Schädel aus Zucker, das Brot der Toten, Skelette und Minigrabstätten: Der mexikanische Tag der Toten (31. Oktober bis 2. November) ist eine Mischung aus Allerheiligen und uralten Ritualen. Das Fest erstreckt sich über drei Tage und ist geprägt durch überbordende Lebensfreude. Mit Halloween hat dieser Tag nichts zu tun. Der Sinn hinter den Feiern zum Dia de los Muertos: Liebe und Respekt für verstorbene Familienmitglieder zu zeigen. In ganz Mexiko feiern die Menschen in farbenfrohen Kostümen, veranstalten Festumzüge, singen, tanzen und bringen den geliebten Verstorbenen Gaben dar. Der Día de los Muertos hat seinen eigentlichen Ursprung in den Kulturen der Azteken, Tolteken und anderer Völker, die das Betrauern ihrer Toten als respektlos empfanden. Für diese Kulturen war der Tod eine natürliche Phase und gehörte zum Leben.

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