Nachhaltige Ernährung

Nachhaltige Ernährung

Trend oder Notwendigkeit?

Das Wort Nachhaltigkeit hat heute nahezu jeden Lebensbereich erobert, und so ist auch die nachhaltige Ernährung mittlerweile fest in unseren Köpfen verankert. Doch was ist das eigentlich, „nachhaltige Ernährung“? Und wie nachhaltig ist pflanzenbetonte Ernährung? Dazu gibt es eine eher wissenschaftlich geprägte Erklärung für nachhaltige Ernährung, die wir aber durchaus auf unseren Alltag übertragen können.

Der Haushalts- und Ernährungswissenschaftler Dr. oec. troph. Karl von Koerber beschreibt die Grundsätze für eine nachhaltige Ernährung wie folgt 1:

  • Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel (überwiegend lakto-vegetabile Kost)
  • ökologisch erzeugte Lebensmittel
  • regionale und saisonale Lebensmittel
  • Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel
  • fair gehandelte Lebensmittel
  • ressourcenschonendes Haushalten
  • genussvolle und bekömmliche Speisen

Von Koerber gründete 1998 das „Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie“ in München und beschäftigt sich mit den komplexen Beziehungen des gesamten Ernährungssystems, d. h. mit der Erzeugung der Lebensmittel von deren Verarbeitung, Verpackung, Transport und Handel bis hin zum Verzehr und der Abfallentsorgung.

Was bedeutet das für unseren Alltag? Müssen wir unsere Essgewohnheiten überdenken und ändern? Können wir als Einzelpersonen überhaupt irgendetwas bewirken? Die Antwort ist ganz klar: Ja!

Und das ist sogar sehr viel einfacher, als so mancher denkt und lecker noch dazu! Es ist erstaunlich leicht, den täglichen Speisezettel schon beim Einkaufen mit ein paar schlichten Grundsätzen nachhaltiger zu gestalten. Und es gibt eine Vielzahl leckerer Rezepte, mit denen eine bewusste Ernährung auch ganz ohne Fleisch Spaß macht.

Nachhaltige Ernährung: Ran ans Gemüse

Auf unserem Speiseplan sollten Gemüse & Co. den größten Anteil haben. Schließlich haben pflanzliche Lebensmittel schon bei der Erzeugung deutliche Vorteile: Der Anbau von Kartoffeln, Kohl und anderen pflanzlichen Lebensmitteln ist deutlich flächenschonender als die Erzeugung tierischer Produkte, unter anderem, weil für letztere sehr viel Anbaufläche alleine für Futtermittel benötigt werden. Außerdem profitieren Klima und Umwelt davon, weil ein erheblicher Teil aller Treibhausemissionen durch die Erzeugung tierischer Lebensmittel bzw. durch die Tiere selbst verursacht wird. Eine pflanzenbetontere, bewusste Ernährung ist daher nachhaltiger.

Wer also häufiger oder immer vegan isst, trägt seinen Teil bei zur Ernährungsökologie. Allerdings sollte man dabei auch möglichst saisonal essen – Erdbeeren im Winter müssen nicht sein, und Spargel schmeckt auch am besten, wenn er Saison hat.

Nachhaltige Ernährung: Heimisches Superfood bevorzugen

Exotisches Superfood wie Chiasamen, Goji-Beeren oder Quinoa sind derzeit in aller Munde. Ihre außergewöhnliche Nährstoffdichte und natürlich auch ihr Exotik-Faktor haben dazu beigetragen, dass um sie in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entstanden ist.

Aber auch hierzulande wachsen viele Lebensmittel mit „Superfood-Kräften“, wie zum Beispiel:

  • Leinsamen als Alternative zu Chia-Samen
  • Sanddorn als Alternative zur Goji-Beere
  • Hirse als Alternative zu Quinoa
  • Blaubeeren als Alternative zu Açaí-Beeren oder
  • Grünkohl als Alternative zu Weizengras

Superfood muss also nicht immer aus der Ferne kommen, wenn das Gute auch so nahe liegen kann.

Nachhaltige Ernährung: Bereicherung statt Ersatz

Wer seinen Speiseplan nachhaltiger gestalten möchte, pflanzlicher oder ganz und gar vegan isst, stellt ganz schnell fest, wie viel Abwechslung damit auf den Tisch kommt. Denn das Angebot an rein pflanzlichen Lebensmitteln ist groß, und für nahezu jedes tierische Lebensmittel gibt es mittlerweile ein pflanzliches Äquivalent.

Schon diese Mehrauswahl ist eine deutliche Bereicherung und macht Lust auf eine bewusste Ernährung. Hinzu kommen die neuen Geschmackserlebnisse, die all diese Lebensmittel bieten – der Gaumen und auch das Wohlbefinden können also nur gewinnen. Werft einfach einmal einen Blick auf unsere veganen Rezepte und überzeugt euch selbst, wie lecker eine nachhaltige Ernährung ist und wie viel Abwechslung sie bietet. Selbst ungeübte Köche bringen mit unseren Rezepten im Handumdrehen ein leckeres Essen auf den Tisch – also ran an die Töpfe!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Genießen!

1 Vgl. von Koerber K., Männle T., Leitzmann C.: Vollwert-Ernährung - Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung, Haug Verlag: Stuttgart 2012.

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