Rohkost

Rohkost

Kaninchenfutter oder ernstzunehmendes Ernährungskonzept?

Rohkost – oder Raw Food – ist derzeit fast genauso hip wie der vegane Ernährungsstil oder Paleo-Ernährung, die Steinzeit-Diät. Was verbirgt sich hinter diesem Food-Trend, wie wird man Rohköstler und wie ausgewogen ist Rohkost eigentlich? Schauen wir uns dieses Ernährungskonzept einfach mal genauer an.

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnen wir rohes Obst und Gemüse als Rohkost. Obst und Gemüse roh zu essen, macht uns aber noch lange nicht zum Rohköstler. Denn: Wer Rohkost, also „rohe Kost“ oder „raw food“ zu sich nimmt, ernährt sich von Lebensmitteln, die nicht über 42 Grad Celsius erhitzt wurden. Die Temperaturangaben schwanken allerdings. Manche sagen, die Lebensmittel dürfen nicht über 40 Grand Celsius erhitzt werden, andere sprechen von 48 Grad Celsius. Eines ist aber sicher: Gekocht wird nicht. Stattdessen wird gedörrt oder eben roh gegessen.

Dabei ist Rohkost alles andere als eintönig und besteht auch nicht nur aus geraspeltem Gemüse oder gedörrtem Obst. Suppen wie Gazpacho und Salate sind ebenso Rohkost wie Wraps aus Salatblättern, verschiedene Smoothies, Overnight-Oats oder sogar Süßes wie Kuchen und Schokolade. Der Fantasie sind hier – wie beim Kochen überhaupt – keinerlei Grenzen gesetzt.

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Rohkost: roh-vegan, vegetarisch oder omnivor?

Rohkost ist nicht gleich Rohkost, sondern der Oberbegriff für unterschiedliche Formen dieses Ernährungsstils. Sehr viele Rohköstler essen vegan oder vegetarisch, andere haben auch Rohmilchprodukte wie Käse auf dem Speiseplan, manche essen Honig oder sogar Fleischgerichte wie Tatar oder Carpaccio. Auc Fisch in Form von Ceviche oder Sashimi ist grundsätzlich bei Rohkost gestattet. Eines haben aber alle Formen gemeinsam: Sie verzichten auf erhitzte und verarbeitete Lebensmittel. Fertigprodukte, die Konservierungs- oder Farbstoffe enthalten, sind daher ebenfalls tabu. Denn Rohkost kann sich auch über den Grad der Verarbeitung definieren: Lebensmittel sollten so naturbelassen wie möglich sein.

Doch warum wird überhaupt auf das höhere Erhitzen der Speisen verzichtet? Weil höheres Erhitzen, aber auch Gärung und Fermentierung viele der in Lebensmitteln enthaltenen Stoffe zerstören, würde ein Rohköstler jetzt antworten. Tatsächlich werden einige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente durch Hitze verringert, komplett zerstört oder zumindest in ihrer Wirkung geschmälert. Allerdings wird beispielsweise der Pflanzenfarbstoff Lycopin in Tomaten oder das Betakarotin in Karotten durch das Garen verstärkt freigesetzt. Raw-Food-Befürworter sind dennoch der Ansicht, dass der menschliche Körper ungekochte Nahrung besser verarbeitet. Bei einigen Menschen ruft Rohkost allerdings Magen- oder Verdauungsprobleme hervor, weil Magen und Darm bei Rohkost extrem gefordert sind.

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Rohkost: nicht immer – aber vielleicht immer öfter?

Der Rohkost-Trend ist daher nicht unbedingt für jeden geeignet. Empfehlenswert ist es aber sicherlich, möglichst oft naturbelassene Lebensmittel zu essen und einen Teil des täglichen Essens als Rohkost zu sich zu nehmen. Du kannst zum Beispiel einfach mal (wieder) in einen knackigen Apfel beißen, wenn der kleine Hunger zwischendurch kommt. Schau einfach in unserem Saisonkalender für Obst nach, was gerade Saison hat, denn dieses Obst schmeckt dann auch am besten. Fürs Mittagessen lässt sich prima ein Salat richten und als Snack kannst du zu Gemüsesticks greifen. Das ist nicht nur lecker – auch die Waage freut sich bestimmt darüber.

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