Vegan Fasten

Vegan Fasten

Mit Genuss

Die Fastenzeit ist für viele ein willkommener Anlass, eigene Verhaltensmuster in ganz unterschiedlichen Bereichen zu hinterfragen - vom Internet- und Auto-Fasten bis hin zur Netflix-Askese ist heutzutage so gut wie alles möglich. Aber meistens geht’s eben doch ums Essen...

Viele trinken während der Fastenzeit keinen Alkohol oder essen keine Süßigkeiten – und natürlich kann man auch vegan fasten. Aber wie geht das eigentlich, vegan fasten? Wir verraten es euch.

Die gute Nachricht vorweg: Wer vegan fastet, braucht nicht aufs Essen zu verzichten, sondern streicht „nur“ alle säurebildenden Lebensmittel vom Speiseplan, also

  • jegliche Produkte aus Getreide
  • Zucker und Süßigkeiten
  • Spargel, Rosenkohl, Artischocken
  • Hülsenfrüchte
  • Kaffee und Espresso
  • schwarzen, grünen, weißen und Früchtetee
  • Limonaden, Cola und Energy Drinks
  • Alkohol

Stattdessen kommen basenbildende Lebensmittel auf den Tisch:

  • Obst
  • Gemüse
  • Pilze
  • Kartoffeln
  • Keimlinge
  • frische Kräuter
  • Mandeln, Walnüsse, Pistazien, Macadamianüsse

Mit all diesen Zutaten lässt sich hervorragend vegan kochen, stöbert einfach mal in unseren veganen Rezepten. Dort findet ihr leckere Gemüsegerichte und Smoothies, die die Ernährung in der Fastenzeit zum Genuss machen.  Da würde es auch leichtfallen, die kompletten 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern zu fasten – auch wenn viele ihre Fastenkur „nur“ für etwa zwei Wochen ansetzen.

Das vegane Fasten unterscheidet sich kaum vom sogenannten Basen-Fasten, bei dem es ebenfalls darum geht, den Säure-Basen-Haushalt des Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit beispielsweise sämtliche Stoffwechselvorgänge reibungslos funktionieren.

Auch alle anderen Fastenformen, das Heilfasten nach Buchinger, die Schroth-Kur oder das derzeit angesagte Intervallfasten können vegan „gestaltet“ werden. Bevor man aber mit einer richtigen Fastenkur beginnt, sollte man sich auf alle Fälle ärztlichen Rat einholen und nicht einfach in Eigenregie starten. Wichtig ist auch, seinen Organismus je nach Fastenform mit ein, zwei Entlastungstagen aufs Fasten einstimmen, also schwer verdauliche Speisen meiden und stattdessen zu frischem Obst und Gemüse greifen.

Ernährung in der Fastenzeit als Einstieg in eine bewusstere Ernährung

Wer sich für das (vegane) Fasten als Ernährung in der Fastenzeit entscheidet, macht damit vielleicht den ersten Schritt hin zu einer bewussteren Ernährung im Alltag. Denn ein (veganes) Fastenprogramm ist eine gute Zäsur, um das eigene Ernährungsverhalten zu hinterfragen. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich oft ein Einstieg in eine vegetarische oder vegane Ernährung.

Dabei ist Fasten längst nicht mehr nur auf die Fastenzeit beschränkt. Fasten kann man das ganze Jahr über, und viele tun das mittlerweile sogar mehr als nur einmal pro Jahr. Damit tun sie sich – ihrem Körper ebenso wie ihrem Geist – viel Gutes. Zwar sind aus schulmedizinischer Sicht die Vorteile des Fastens nicht eindeutig belegt, wer aber selbst damit Erfahrungen gemacht hat, weiß: Fasten entgiftet nicht nur den Körper, es macht auch den Kopf frei. Und ganz nebenbei ist es auch noch gut fürs Gewicht: Ein paar Kilos verschwinden schnell damit. Aber, Achtung: (veganes) Fasten ist weniger ein Abnehmprogramm, sondern soll vielmehr der sogenannten Entschlackung und Regeneration des Körpers dienen. Probiert es einfach mal aus.

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